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Nachhaltiger Kakaoanbau
Seit mehr als 30 Jahren setzt sich Mars dafür ein, dass die Kakaowirtschaft - vom Feld bis zur Fabrik - eine dynamische, faire, umweltfreundliche Branche sein kann. Die Lieferkette von Kakao ist sehr komplex. Große Kakaoplantagen sind selten. Mehr als 90% allen Kakaos stammt von etwa fünf Millionen kleinen Bauernfamilien, die kaum genug verdienen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Nachfrage sowie wachsender wirtschaftlicher und ökologischer Belastungen beginnt die Sicherung der Zukunft des Kakaos mit steigenden Erträgen (und folglich Einkünften) für die kleinbäuerlichen Betriebe am Anfang der Wertschöpfungskette. Daher lautet unser Motto: Farmers first! Denn gut ausgebildete Kakao¬bauern tragen mit höheren Einkünften zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft bei und gewähr¬leisten dadurch, wovon unser Geschäft nicht zuletzt abhängt: eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigem Kakao.

Ausgezeichnetes Engagement


Um unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen, investieren wir jährlich zweistellige Millionen¬beträge in Programme rund um den Globus, um die Innovation in der Agrarwissenschaft zu fördern; den Bauern das Wissen über Schlüsseltechnologien zu vermitteln; eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Bauern, Herstellern, Regierungen und NGOs zu ermöglichen.
Für diesen langjährigen Einsatz ist Mars im vergangenen Jahr mit dem Award for Corporate Excellence (ACE) von U.S. Außenministerin Hillary Clinton ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigt die U.S. Regierung die Verdienste des Unternehmens auf dem Gebiet der Kakaonach¬haltigkeit und um die wirtschaftliche Entwicklung in der Kakaoanbauregion der Republik Ghana.

Zertifizierung unseres Einsatzes


Durch Zertifizierung können wir nachweisen, dass der von Mars verwendete Kakao auf eine Weise produziert worden ist, die sowohl den Bauern wie auch der Umwelt zugute kommt. Unsere 'Certification Plus' Kriterien gehen dabei über vorhandene internationale Standards hinaus, um Produktivitätsmaßstäbe zu fordern, die sicherstellen, dass die Zertifizierung unmittelbar zu vernünftigen Einkommenssteigerungen für die Bauern führt.
Im April 2009 hat Mars sich dazu verpflichtet, ab dem Jahr 2020 zu 100 Prozent Kakao aus nachhaltiger Produktion zu verwenden. Als erster weltweit operierender Süßwarenhersteller mit einer solchen Verpflichtung sind wir eine mehrjährige, multinationale Partnerschaft mit der „Rainforest Alliance“, der niederländischen „UTZ CERTIFIED“ und mit FAIRTRADE eingegangen. Diese gemeinnützigen Organisationen setzen sich für eine ökologische Landnutzung, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und werteorientiertes Verbraucherverhalten ein, um die Artenvielfalt weltweit zu schützen und eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsorientierung zu fördern. Wir streben eine Rainforest Alliance-Zertifizierung für 100.000 Tonnen Kakao sowie UTZ-Zertifikate für weitere 100.000 Tonnen Kakao an, um umfassend zertifizierte Mars-Produkte anbieten zu können. Gemeinsam mit FAIRTRADE arbeiten wir zudem an strukturellen Verbesserungen bei Anbau und  Qualität sowie dem Aufbau von regionalen Genossenschaften mit den Kakaobauern in Westafrika. Wir werden künftig mit weiteren Zertifizierern zusammenarbeiten, um unser ambitioniertes Ziel bis 2020 vollständig zu erreichen.
Einen ersten für den deutschen Verbraucher sichtbaren Meilenstein unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir im Sommer 2011 erreicht. Mit Balisto hat Mars die erste Riegelmarke in Deutschland auf den Markt gebracht, die durch „UTZ CERTIFIED“ zertifiziert ist. Damit garantieren wir, dass für Balisto nur noch zertifiziert nachhaltig angebauter Kakao eingekauft wird.

Innovation in der Agrarwirtschaft


Im September 2010 haben Mars, IBM und das US-Landwirtschaftsministerium nach zweijähriger Kooperation das Erbgut des Kakaobaumes entschlüsselt und entsprechend kommentiert. Damit wird eine schnellere, präzisere Züchtung möglichst ertragreicher und krankheitsresistenter Kakaobäume nach traditionellen Methoden und ohne Gentechnik möglich. Das Erbgut wird über die Datenbank Property Resource for Agriculture (PIPRA) öffentlich gemacht; dies schließt eine Patentierung dieser Gensequenzierung aus.
Die von Mars durchgeführte und unterstützte Forschungsarbeit soll den Bauern helfen, ihr Einkommen zu steigern; zum einen durch produktivere landwirtschaftliche Praktiken und zum anderen durch hochwertigere Stammpflanzen. Im Mars Center for Cocoa Science (MCCS) in Brasilien konzentrieren wir uns darauf, die Qualität und Leistung der Kakaopflanzen zu verbessern, sowie neue Methoden zu entwickeln, um Schädlinge und Krankheiten in den Griff zu bekommen.

Technologietransfer


Die Mars Kakaoentwicklungszentren (CDCs = Cocoa Development Centers) in Afrika und Asien züchten Kakaobäume, die ertragreicher und krankheitsresistenter sind. Über jedes CDC und dessen Netzwerk aus kommunalen Kakaozentren (VCCs = Village Cocoa Centers) können Tausende Bauern erreicht werden. Bei den VCCs handelt es sich um private Baumschulen. Ihr Vertrieb sorgt dafür, dass Pflanzmaterial auch die Gemeinden erreicht, die zu weit entfernt vom nächsten CDC sind.
Gegenwärtig gibt es fünf CDCs in Indonesien; weitere 20 sind in Planung zur Unterstützung von 500 VCCs. Auch in der Elfenbeinküste hat Mars 5 CDCs aufgebaut; geplant sind insgesamt 75, um die 150.000 Bauern letztlich über ein Netzwerk von 1.500 VCCs zu erreichen. Einzelne Bauern konnten mit Hilfe der von Mars unterstützten Sanierung ihrer landwirtschaftlichen Betriebe den Jahresgewinn von unter USD 700 auf über USD 3.500 steigern. Das von Mars entwickelte CDC-Modell kann überall dort, wo Kakao angebaut wird, einfach umgesetzt werden. Eine Unterstützung durch weitere Partner und Spender ist jederzeit willkommen.

Engagement gegen Kinderarbeit


Bereits seit dem Jahr 2001 spielt Mars eine führende Rolle in dem Bemühen der globalen Kakao- und Schokoladenindustrie, dem Problem der Zwangsarbeit von Kindern auf westafrikanischen Kakaoplantagen entgegenzuwirken. Dabei arbeitet Mars mit den nationalen Regierungen der Elfenbeinküste und Ghana (den weltweit größten Kakaoanbauländern), sowie Experten in Arbeitsfragen und ortsansässigen Gemeindeorganisationen zusammen. Als Gründungsmitglied der Internationalen Kakaoinitiative (International Cocoa Initiative - ICI), der Weltkakaostiftung (World Cocoa Foundation - WCF) und über die Zertifizierung von „UTZ CERTIFIED“, der Rainforest Alliance und FAIRTRADE setzt sich Mars aktiv gegen Kinderarbeit und Verschleppung ein.
 
Hintergrund des Problems der Kinderarbeit ist die Tatsache, dass Kakaoplantagen meist von Familien bewirtschaftet werden und Kinder ihren Angehörigen in der Regel bei den täglich anfallenden Arbeiten helfen. So ist es in vielen Kulturen normal, dass Kinder gemeinsam mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten in der Landwirtschaft tätig sind. Wenn Kinder jedoch gefährliche Arbeiten ausführen oder zur Arbeit gezwungen werden, handelt es sich um eine missbräuchliche Form der Kinderarbeit, die nicht akzeptabel ist und die wir so offensiv und schnell wie möglich eliminieren wollen.
 
Da viele Kinder durch ihre Familien und Gemeinden an der Kakaoproduktion beteiligt sind, konzentrieren sich unsere Bemühungen hierbei auf die Schaffung sicherer Umfelder und eine angemessene Schulbildung.  Zugleich kommt aus unserer Sicht der Steigerung der Produktivität und Einkommen der Bauern eine Schlüsselrolle zu, um Kinderarbeit dauerhaft und nachhaltig zu bekämpfen, denn nur durch die zusätzlichen finanziellen Ressourcen können die Gemeinden wichtige Gemeinschaftsaufgaben wie Bildung und Gesundheitswesen auch finanzieren.
Darüber hinaus verfolgen wir auch offensiv neue Ansätze zur Reduzierung von missbräuchlicher Kinderarbeit, u. a. in einem Pilotprojekt mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Rahmen unseres „Vision for Change“-Programms. Bei der in anderen Ländern bewährten Methode wird ein Gemeinschaftsschutzkomitee geschaffen, das den Schulbesuch von Kindern überwacht und eingreift, wenn Kinder unter inakzeptablen Bedingungen (WFCL) arbeiten. Mars beteiligt sich mit einer weiteren Million US-Dollar an diesem Programm.
 
Dennoch ist es eine schwierige Aufgabe, jeden einzelnen der Millionen von Kakaobauern in Westafrika zu erreichen. Und weder Labels noch gemeinnützige Organisationen können heute die volle Garantie dafür übernehmen, dass bei der Produktion keine inakzeptablen Arbeitspraktiken zur Anwendung kommen., Gliechwohl arbeiten wir mit Regierungen und Branchenpartnern mizt Nachdruck daran, gemeinsam eine dauerhafte und nachhaltige Lösungzu finden.

Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen


Zwischen 2007 und 2011 hat Mars im Rahmen des Projektes iMPACT („Mars Partnership for African Cocoa Communities of Tomorrow“) gemeinsam mit internationalen Partnern daran gearbeitet, die Lebensverhältnisse der Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste sowie deren Anbaumethoden nach ökologischen Aspekten zu verbessern. Partner von iMPACT waren unter anderem die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Rainforest Alliance. iMPACT hat gezeigt, dass vor allem vitale, funktionierende Gemeinden zu bleibenden Verbesserungen der Lebensumstände der Bauern führen. Mars hat das Projekt ausführlich evaluiert und wird die Ergebnisse bei der Umsetzung seines Vision for Change-Planes zur Stärkung der Kommunen in der Elfenbeinküste umsetzen.
Ferner arbeiten wir an der Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kakaofarmern und deren Familien durch unsere Teilnahme am Sustainable Tree Crops Program (STCP), einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Kakao- und Schokoladenindustrie und den betreffenden Regierungen. Dieses in West-Afrika eingeleitete Programm trägt zu einer erfolgreichen Förderung von Bauernverbänden und -kooperativen bei, so dass die Farmer im Endeffekt bessere Preise für ihren Kakao erzielen.
Darüber hinaus ist Mars Mitglied der Weltkakaostiftung (World Cocoa Foundation, WCF), einer globalen Organisation von Kakao- und Schokoladenfirmen, -verarbeitern, und -händlern, die sich dazu verpflichtet haben, die Lebensverhältnisse von Kakaofarmern und ihren Gemeinden zu verbessern. Die Mitglieder stellen nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung, sondern entsenden auch Experten, um Partner in West-Afrika und anderen Programmstandorten mit technischem Fachwissen zu versorgen und sie zu schulen.
Mars unterstützt außerdem das Farmer Field Schools Program, ein Bildungsprogramm in West- und Zentralafrika, Ostasien und Lateinamerika. Das Programm bildet die Familien der Kleinbauern dort weiter, wo es um Gesundheitsvorsorge und Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Produktion geht und sensibilisieren dafür, wie wichtig Schulbildung für die Zukunft ihrer Kinder ist. Mit Farmer Field Schools konnten bisher hunderttausende Kleinbauern erreicht werden, das durchschnittliche Einkommen ist um 30 bis 40 Prozent gestiegen.

 

Weitere Informationen sind erhältlich im Internet unter: www.cocoasustainability.com.



Nachhaltigkeitsbroschüre

Verantwortung verbindet - Nachhaltigkeit bei Mars.
Unsere Nachhaltigkeitsbroschüre zum Download.

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