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Die Umwelt im Blick
Weitsicht setzt Kapazitäten frei, um Geschäftsprozesse fortwährend zu optimieren. Dazu gehören beispielsweise Konzepte, Ressourcen effizient und schonend zu nutzen.

Weniger Energieverbrauch, Wasser und Abfall

Mars hat in ihren europäischen Produktionsstandorten bereits entscheidende Weichen gestellt, um diese Ziele zu erreichen. Unser Fokus liegt dabei auf Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall. Ein internes Managementsystem auf der Basis von ISO 14000 ff gewährleistet, dass höchste Umweltstandards an den Standorten eingehalten und weiterentwickelt werden. So konnten wir in den vergangenen zehn Jahren beachtliche Fortschritte erzielen. Dabei greifen wir beispielsweise auf Restenergie aus der Produktion zurück, um Büros und Hallen zu heizen. Moderne Technologien ermöglichen dabei die effektive Rückführung und Nutzung von Wärme. Durch Massnahmen wie diese konnte an einzelnen Produktionsstandorten der Gasverbrauch um einen Fünftel, der Stromverbrauch sogar um einen Drittel verringert werden.

Unsere Produktionsanlage für Heimtiernahrung  in Deutschland konnte beispielsweise durch die Erweiterung der Kesselanlage mit einem zusätzlichen Rauchgaskühler sowie weitere Optimierungsmassnahmen den Erdgasverbrauch innerhalb eines Jahres um mehr als acht Prozent reduzieren. Allein im Petcare-Bereich wurden in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren mehr als drei Millionen Euro investiert, um die Heimtierproduktion besonders energieeffizient zu gestalten.

Bei Mars wird im Grossen wie im Kleinen nachhaltig gehandelt. So konnte Mars Schweiz durch die Einführung des „FollowMe“ Print Systems neben einer Einsparung von zwanzig Prozent Drucker- und Papierkosten eine Energiereduktion von fünfzig Prozent erreichen. Das zentralisierte Druckersystem hat zudem den gesunden Nebeneffekt, dass sich die Mitarbeitenden mehr bewegen.

Auch mit Wasser geht Mars aus Umweltschutzgründen sparsam um. Alle Produktionsstätten kontrollieren Wasserverbrauch und -aufkommen. Auch beim Abfall hat sich Mars das Ziel gesetzt, die Restabfallmenge weiter zu reduzieren. Dank gezielter Massnahmen konnte so die für die Tiernahrungsproduktion in Deutschland benötigte Frischwassermenge seit 2003 um 50 Prozent, der Schmutzwasserverbrauch sogar um 65 Prozent gesenkt werden. Vorbildfunktion hat der Produktionsstandort Viersen, wo die Restabfallmenge bis 2012 auf null Prozent sinken wird. Bereits jetzt liegt hier die Recyclingquote bei über 99 Prozent.

Im Bereich Verpackung setzt Mars ebenfalls Akzente: bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit konnte die Verkaufverpackungsmenge bedeutend reduziert werden, insbesondere wird künftig weniger Folienmaterial für die Verpackung von Schokoladeriegeln verwendet. Auch bei den Umkartons können wir das Gewicht und damit die benötigte Papiermenge weiter senken. Und bei der Verpackung von Heimtiernahrung wird daran gearbeitet, Weissblechdosen noch leichter zu machen. Auch im Bereich Wrigley Gum and Confections wird viel getan. Insgesamt 1.800 Tonnen Verpackungsmaterial wurden weltweit eingespart – unter anderem weil für Kaugummidosen 50 Prozent Kunststoff weniger verarbeitet werden. All diese Massnahmen tragen dazu bei, dass wir Ressourcen so effizient wie möglich nutzen und das Abfallaufkommen erheblich reduzieren.

CO2-Einsparung in der Logistik

Im Logistikbereich ist Mars Deutschland Impulsgeber: Dank eines neu gebauten Logistikzentrums konnten die Beladungszeiten der LKW's deutlich verkürzt werden. Darüber hinaus wurde die Kühlung der Lastwagen während der Beladung auf Strom umgestellt. Dadurch können an einem einzigen Produktionsstandort bis zu 60.000 Liter Diesel und 264 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Dies entspricht der Menge Kohlendioxid, für deren Bindung 21.000 Bäume notwendig wären. Auf die Anregung der Logistikexperten von Mars werden gemeinsam mit Industrie und Handel Ansätze für eine nachhaltige Konsumgüterdistribution entwickelt. So werden beispielsweise Transporte stärker gebündelt und Fahrzeugflotten gemeinschaftlich genutzt, um Treibstoff einzusparen und schädliche Emissionen zu verhindern.

Nachhaltiger Kakao- und Kaffeeanbau

Um bereits einen ökologischen Anbau wichtiger Rohstoffe in deren Herkunftsländern zu fördern, ist Mars vor allem in zwei Bereichen aktiv: Wir unterstützen unter anderem Lieferanten von Kakao, Erdnüssen, Kokosnüssen, Palmöl und Reis dahingehend, im Einklang mit der Natur qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Beispielsweise arbeiten wir im Geschäftsbereich Food intensiv daran, den Wasserverbrauch beim Reisanbau weiter zu reduzieren.

Mars Schweiz ist stolz, dass wir mit der Teilnahme unserer Food Marketing Managerin im Rahmen des „Ambassador“-Programmes 2010 einen Beitrag zu nachhaltigem Reisanbau in Kambodscha leisten durften. Gemeinsam mit einer ansässigen Nichtregierungsorganisation wurden Modelle entwickelt, wie Reisbauern die Ernte, welche vorwiegend zur Eigenversorgung dient, um bis zu 300% steigern und gleichzeitig Wasser sparen können.

Mars ist einer der grössten Kakaoeinkäufer weltweit. Deshalb ist unser Engagement für einen nachhaltigen Kakaoanbau besonders intensiv, vielschichtig und hat bereits vor mehr als 30 Jahren begonnen. Die Gewinnung dieses für einen Schokoladehersteller wichtigen Rohstoffes berührt alle Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens, von den Anbaumethoden über die Erwerbssituation in den Entwicklungsländern bis hin zum nachhaltigen Handel. Um hier international weitere Akzente zu setzen und unserer Vorreiterrolle gerecht zu werden, haben wir uns dazu verpflichtet, für unsere Schokoladeprodukte ab 2020 nur noch nachhaltig angebauten und zertifizierten Kakao zu verwenden. Wir sind überzeugt, dass wir dadurch viel bewegen können. Denn mit dem durch die Zertifizierung vermittelten Wissen können die Bauern nicht nur langfristig ihre Erwerbsquelle schützen, sondern auch ihre Produktivität verbessern und ihre Kakaofarmen profitabler bewirtschaften – und das im Einklang mit der Natur.

Den nachhaltigen Anbau von Kaffee und Tee fördert Mars Drinks seit 2006 mit seinem Programm „Brighter Tomorrow at Origin“. Ziel ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauern vor Ort sowie die Qualität der Produkte zu verbessern. Anteile vom Umsatz der Produkte mit dem „Brighter Tomorrow“-Siegel fliessen in soziale und ökonomische Projekte der Anbaugebiete zurück. Darüber hinaus haben wir mit Klix und Flavia Kaffeeprodukte eingeführt, die das Siegel der Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance tragen. Kaffee mit diesem Siegel wird auf Plantagen angebaut, die nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien der Rainforest Alliance für nachhaltige Erzeugung zertifiziert sind. Der Schutz der sensiblen Ökosysteme, der Erhalt der Biodiversität, die nachhaltige Sicherung der gemeinsamen Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanze sowie die Sicherung der Rechte und des Wohlergehens der Arbeiter, ihrer Familien und Dorfgemeinschaften stehen dabei im Vordergrund.

Sorgsamer Umgang mit Fleisch und Fisch

Im Segment Heimtiernahrung verfolgt Mars das Ziel, bei der Fischverarbeitung ausschliesslich Fänge aus nachhaltigen Quellen zu verwenden. Ausserdem hat Mars seine Rezepturen frühzeitig auf Fische überprüft, die auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stehen. Einige Spezies, wie zum Beispiel der Grossaugenthunfisch und der Schwertfisch, werden nicht mehr verarbeitet. Mars verwendet ausschliesslich fleischliche Rohmaterialien, die von Tieren stammen, die für den menschlichen Verzehr freigegeben wurden, aber aufgrund unserer heutigen Essgewohnheiten für die menschliche Ernährung praktisch nicht mehr eingesetzt werden. So stellen wir sicher, dass wir der menschlichen Nahrungskette nicht wertvolle Ressourcen entziehen und ausserdem vom Aussterben bedrohte Tierarten schützen.

 

Nachhaltigkeitsbroschüre

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