Mars Global Adoption Weekend Hub

Ein Tier zu adoptieren ist eine wundervolle Erfahrung. Doch auf dem Weg zu deinem neuen tierischen Begleiter tauchen oft viele Fragen auf: Hier bekommst du praktische Expertenratschläge für deine Adoption und findest Tierheime direkt in deiner Nähe.

Hilf mit, noch mehr Tierheimtieren ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause zu schenken

Bereits im dritten Jahr setzt sich das Mars Global Adoption Weekend weltweit für die Adoption von Haustieren ein – mit Futter- und Sachspenden für Tierheime, Adoptions-Events und Freiwilligenaktionen. In diesem Jahr weiten wir die Initiative auf über 30 Länder aus, um das Bewusstsein für Tieradoption zu stärken und dir das nötige Wissen und die Sicherheit für einen erfolgreichen Start mit deinem neuen Begleiter an die Hand zu geben.

Weltweit warten so viele Vierbeiner darauf, endlich ein liebevolles Zuhause zu finden. Das Projekt „State of Pet Homelessness“(Öffnet ein neues Fenster) macht das wahre Ausmaß sichtbar: Jedes dritte Haustier weltweit hat kein dauerhaftes Zuhause, das sind rund 362 Millionen Hunde und Katzen, die auf der Straße leben oder im Tierheim auf ihre zweite Chance hoffen.

Genau deshalb ebnet Mars mit #ClearingThePath den Weg zur Haustieradoption. Wir packen diese typischen Hürden direkt an, damit du dich rundum sicher, vorbereitet und gestärkt fühlst, deinen neuen besten Freund mit offenem Herzen zu Hause willkommen zu heißen.

Bist du bereit für den ersten Schritt? Finde ein Tierheim in deiner Nähe und entdecke die Tipps und Hilfestellungen auf dieser Seite – für den perfekten Start in euer gemeinsames Leben.

Dog sitting looking up at owner

Medizinische Vorgeschichte

Es ist völlig verständlich, sich Gedanken über die Gesundheit und die medizinische Vorgeschichte eines Tieres zu machen. Tatsächlich gaben 33%1 der Befragten an, dass genau diese Ungewissheit ihre größte Sorge bei einer Adoption ist. Wichtig ist dabei zu wissen: Jeder Schützling im Tierheim bringt seine ganz eigene Geschichte mit und kommt aus den unterschiedlichsten Gründen in die Vermittlung. Häufig liegen vollständige oder zumindest teilweise Krankenakten vor. Doch selbst wenn nicht, setzen Tierheime und Tierschutzorganisationen alles daran, den Gesundheitszustand der Tiere gründlich zu untersuchen, sie tierärztlich zu versorgen und sie optimal auf den Start in ihr neues Leben vorzubereiten.

In diesem Abschnitt findest du wertvolle Ratschläge von Expertinnen und Experten. Erfahre mehr über die umfassende Betreuung, die in die Vorbereitung eines Tieres für die Vermittlung fließt – damit du diesen Schritt mit gutem Gefühl, voller Vorfreude und Vertrauen gehen kannst.

Woman with cat in shelter

Tierheime setzen alles daran, ihren Schützlingen den bestmöglichen Start ins neue Leben zu ermöglichen, und führen in der Regel standardmäßig Gesundheitschecks oder grundlegende Untersuchungen durch. Sie kümmern sich auch um notwendige Grundimmunisierungen (Impfungen) und Folgeimpfungen, Kastrationen von Katzen, das Setzen eines Mikrochips sowie Parasitenbehandlungen. Frag am besten direkt im Tierheim nach, welche medizinische Versorgung und Vorsorgeuntersuchungen standardmäßig vor der Vermittlung durchgeführt werden. Du kannst auch jederzeit darum bitten, Einblick in alle vorhandenen Unterlagen zu bekommen – etwa zu Impfungen, Behandlungen, Medikamenten, früheren Erkrankungen oder bekannten Besonderheiten. Diese Informationen helfen dir dabei, den aktuellen Gesundheitszustand deines Tieres besser einzuschätzen und künftige Bedürfnisse im Blick zu behalten. Denk daran: Nahezu jedes Haustier wird im Laufe seines Lebens einmal tierärztliche Hilfe brauchen. Genauso wichtig wie das Verständnis für bestehende, vor der Adoption bekannte Diagnosen ist daher die Bereitschaft, flexibel und fürsorglich auf neue gesundheitliche Bedürfnisse einzugehen, wenn sie in Zukunft auftreten.

Vergiss nicht: Die rein körperliche Gesundheit ist nur ein Teil des gesamten Wohlbefindens. Das zeigt auch das vom Waltham Petcare Science Institute entwickelte SHINE™-Konzept, das genau definiert, was Hunde und Katzen für ein glückliches und erfülltes Leben brauchen. Zusammengesetzt aus den fünf Säulen Sozialisierung (Socialization), Gesundheit (Health), Individualität (Individuality), Ernährung (Nutrition) und Umgebung (Environment), tragen all diese Faktoren Hand in Hand zum ganzheitlichen Wohlbefinden deines Tieres bei.

Und zu guter Letzt: Stell Fragen! Die Tierheim-Teams stehen dir gerne mit Rat und Tat zur Seite, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst, das perfekte Match für dein Zuhause findest und von Anfang an bestens für die Gesundheit deines neuen Gefährten sorgen kannst.

Möchtest du mehr über das ganzheitliche Wohlbefinden von Hunden und Katzen sowie das SHINE™-Konzept erfahren? Klicke hier.(Öffnet ein neues Fenster)

Auch wenn viele Tierheimtiere eine lückenlose oder zumindest teilweise dokumentierte Krankenakte mitbringen, ist die genaue Vorgeschichte manchmal einfach nicht bekannt.

Tierheime und Tierschutzorganisationen führen in der Regel gründliche Gesundheitschecks durch und bereiten die Tiere mit Kastrationen (bei Katzen) und Schutzimpfungen bestmöglich auf die Adoption vor. Erkundige dich am besten direkt vor Ort, welche Maßnahmen bereits getroffen wurden. Frag das Tierheim-Team außerdem ganz gezielt: Was weiß man über den Gesundheitszustand? Welche Untersuchungen wurden gemacht? Gibt es laufende Behandlungen oder besondere Bedürfnisse? Und auf welche Symptome solltest du im neuen Zuhause besonders achten? Das Personal hilft dir gern dabei, eventuelle Unsicherheiten einzuordnen und zu verstehen, welche Fürsorge dein Schützling braucht.

Für viele Vierbeiner bedeutet die Zeit im Tierheim auch einen echten gesundheitlichen Neustart – dank Schutzimpfungen, tierärztlicher Betreuung und fortlaufender Beobachtung. Unzählige adoptierte Tiere, über deren Vergangenheit kaum etwas bekannt war, führen später ein langes, glückliches und kerngesundes Leben bei ihren neuen Familien.

Nach dem Einzug ist es besonders wichtig, zeitnah einen Termin in einer Tierarztpraxis deines Vertrauens zu vereinbaren. Eine erste Eingangsuntersuchung hilft dabei, sich ein umfassendes Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand zu machen, mögliche bisher unentdeckte Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam einen passenden Vorsorgeplan für ein langes Wohlbefinden aufzustellen.

Wichtig zu wissen: Eine unbekannte medizinische Vorgeschichte bedeutet nicht, dass es gesundheitliche Probleme hat. Unzählige Schützlinge mit lückenhafter Vergangenheit erfreuen sich bester Gesundheit. Sollten dir jedoch bei deinem Liebling Krankheitssymptome auffallen oder es sich unwohl fühlen, wende dich bitte immer direkt an deine Tierarztpraxis, statt bis zum nächsten Routine-Check zu warten.

Frag am besten direkt vor Ort nach, welche Behandlungen bereits abgeschlossen sind, und bitte um Einsicht in die Unterlagen – einschließlich Impfpass und Nachweisen über operative Eingriffe. Sollte eine Maßnahme noch ausstehen, erklären dir das Tierheim-Team oder deine Tierarztpraxis gerne, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und wie die nächsten Schritte aussehen.

Nach der Adoption kann deine Tierärztin oder dein Tierarzt gemeinsam mit dir den weiteren Vorsorgeplan besprechen und auf alle individuellen gesundheitlichen Bedürfnisse deines neuen Gefährten eingehen.

Wenn du dein perfektes Match gefunden hast, erkundige dich im Tierheim nach der bisherigen tierärztlichen Versorgung, eventuellen Vorerkrankungen mit Behandlungsbedarf und den vorhandenen Unterlagen. Diese Informationen helfen dir dabei, eine fundierte Entscheidung vor der Adoption zu treffen und die weitere Fürsorge optimal zu planen.

Hier sind einige wichtige Fragen, die du dem Tierheim-Team stellen kannst:

Medizinische Vorgeschichte & Gesundheit 

  • Welche Impfungen hat das Tier bereits erhalten und wann wurden sie verabreicht?
  • Ist die Katze kastriert?
  • Wurde eine Parasitenbehandlung durchgeführt (z. B. gegen Flöhe, Zecken oder Würmer)?
  • Gibt es bekannte Vorerkrankungen, Verletzungen, Allergien oder einen laufenden Medikamenten- bzw. Behandlungsbedarf?
  • Fanden kürzlich tierärztliche Untersuchungen, Tests oder Behandlungen statt?
  • Bekommt das Tier aktuell Medikamente oder eine spezielle Behandlung?
  • Können Kopien oder Auszüge der vorhandenen Krankenakten bereitgestellt werden?
  • Was ist über die Vorgeschichte und das (geschätzte) Alter bekannt?
  • Gibt es gesundheitliche Punkte, die ich nach dem Einzug gezielt mit meiner Tierarztpraxis besprechen sollte?

Ernährung & Fütterung 

  • Welches Futter bekommt das Tier aktuell (Marke, Sorte, Nass-, Trockenfutter oder beides)?
  • Welche Futtermenge bekommt das Tier und wie oft am Tag wird gefüttert?
  • Erhält das Tier Leckerlis, Nahrungsergänzungsmittel oder spezielles Futter für das Training?
  • Sind Futtermittelallergien, Unverträglichkeiten oder spezielle Ernährungsbedürfnisse bekannt?

Top-Tipp: Behalte das gewohnte Futter und die festen Fütterungszeiten in den ersten Wochen im neuen Zuhause unbedingt bei. Das reduziert Stress spürbar und erleichtert deinem Liebling die Eingewöhnung in dieser aufregenden Phase der Veränderung.

Ein vorausschauender Umgang mit der Gesundheit deines Schützlings beginnt bereits vor dem Einzug und begleitet euch ein ganzes Tierleben lang.

Tierarzttermine frühzeitig planen 

Vereinbare am besten schon vor dem Einzug einen Tierarzttermin oder plane diesen so zeitnah wie möglich nach der Ankunft. Dieser erste Gesundheits-Check ist unverzichtbar – vor allem, wenn die medizinische Vorgeschichte lückenhaft oder unbekannt ist. Er hilft dabei, einen Ausgangs-Gesundheitsstatus festzustellen, mögliche Besonderheiten frühzeitig zu erkennen und die empfohlene Vorsorge sicherzustellen. Sollte dein Tier krank wirken oder auffällige Symptome zeigen, warte nicht ab, sondern suche umgehend eine Tierarztpraxis oder gegebenenfalls einen tierärztlichen Notdienst auf.

Die Gesundheit aufmerksam begleiten 

Schaffe feste Routinen und achte nach der Adoption genau auf Veränderungen im Normalverhalten. Verhalten. Behalte wichtige Indikatoren wie Appetit, Trinkmenge, Aktivitätslevel, Gewicht und den Kot- bzw. Urinabsatz im Blick. Notiere dir Auffälligkeiten bei Verhalten, Bewegung, Haut, Fell, Augen oder Ohren. Es empfiehlt sich außerdem, vorhandene Unterlagen aus dem Tierheim mit deiner Tierarztpraxis zu teilen und Vorsorge-Pakete oder Optionen für eine Tierkrankenversicherung zu besprechen, um für die Zukunft bestens abgesichert zu sein.

Auf Warnsignale achten 

Kontaktiere deine Tierarztpraxis, wenn Symptome wie Appetitverlust, Antriebslosigkeit, ungewöhnliche Atmung, Bewegungsprobleme, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Bei schweren Erkrankungen oder akuten Notfällen solltest du sofort den tierärztlichen Notdienst kontaktieren. Informiere dich zusätzlich über rassetypische Veranlagungen oder Besonderheiten deines Lieblings, um gezielt zu wissen, worauf du achten solltest.

Vorsorge selbst in die Hand nehmen

Mars hat eine Reihe innovativer KI-Tools für Zuhause entwickelt. Mit benutzerfreundlichen digitalen Angeboten wie Pawscan(Öffnet ein neues Fenster), Toothscan(Öffnet ein neues Fenster) und Poopscan(Öffnet ein neues Fenster) kannst du ganz einfach Fotos von Pfote, Zähnen oder Kot deines Tieres hochladen, um erste Hinweise zu Hautirritationen, möglichen Zahnproblemen oder der Verdauungsgesundheit zu erhalten. Diese Tools sind keine Medizinprodukte und ersetzen keinesfalls die tierärztliche Betreuung, sondern dienen als Unterstützung für das Gespräch mit deiner Tierarztpraxis über mögliche Auffälligkeiten.

Haftungsausschluss: Die Tools wurden weder dafür entwickelt noch sind sie dazu bestimmt, Krankheiten oder gesundheitliche Beschwerden bei deinem Hund zu diagnostizieren, ihnen vorzubeugen oder sie zu behandeln. Die Tools sind keine Medizinprodukte, ersetzen keine tierärztliche Versorgung und dienen ausschließlich dazu, Gespräche mit deinem Tierarzt über potenzielle Gesundheitsprobleme zu unterstützen.

Hinweis / Disclaimer: Diese Tools wurden weder dafür entwickelt noch sind sie dafür vorgesehen, Krankheiten oder Beschwerden bei deinem Hund zu diagnostizieren, zu verhindern oder zu behandeln. Es handelt sich nicht um Medizinprodukte; sie ersetzen keine tierärztliche Untersuchung und dienen ausschließlich als Hilfestellung für das Beratungsgespräch mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Verhalten & Vorgeschichte

Jedes Tierheimtier ist ein Individuum – und genau das macht es so besonders. Noch bevor du überhaupt einen Fuß durch die Tür setzt, nehmen sich die meisten Tierheime viel Zeit, um die ganz eigene Persönlichkeit und die kleinen Eigenheiten jedes einzelnen Tieres kennenzulernen. Dieser Abschnitt soll dir dabei helfen, die individuellen Bedürfnisse deines zukünftigen Lieblings zu verstehen und eine wohlüberlegte Entscheidung für eure gemeinsame Adoption zu treffen.

People with dog at adoption event

Ganz und gar nicht! Wichtig ist auch zu wissen: Mit der richtigen Fürsorge, Geduld und Training lassen sich viele Verhaltensweisen positiv lenken. Manche Tierheime haben sogar Verhaltensexperten im Team, die sowohl während des Aufenthalts als auch weit über die Zeit im Tierheim hinaus mit Rat und Tat zur Seite stehen. Erkundige dich einfach, welche Begleitung das Tierheim während des gesamten Adoptionsprozesses anbietet.

Wie bei allen Tieren wird auch das Verhalten von Tierheimtieren durch ihre ganz persönliche Note geprägt: Alter, Temperament, frühere Erfahrungen, Lebensumfeld und der allgemeine Gesundheitszustand spielen hier eine Rolle.

Denk auch daran, dass die allermeisten Schützlinge einfach etwas Zeit brauchen, um im neuen Zuhause richtig anzukommen. In den ersten Tagen oder Wochen bemerkst du vielleicht Verhaltensweisen wie Zurückziehen, ungewöhnliche Ruhe, Appetitschwankungen oder auch ein hohes Maß an Aufregung, während sie sich an neue Routinen gewöhnen. Das ist in dieser sensiblen Eingewöhnungsphase völlig normal.

Die individuellen Bedürfnisse eines Tieres zu verstehen, ist ein entscheidender Schritt auf eurem gemeinsamen Weg. Frag das Tierheim ganz offen nach der Geschichte, dem Charakter, dem Temperament und bekannten Besonderheiten – so findest du mit Sicherheit den Gefährten, der wirklich zu dir passt.

Die Teams in den Tierheimen kennen ihre Schützlinge meist am allerbesten. Sie können dir genau sagen, ob ein bestimmtes Tier zu deinem Zuhause, deinem Lebensstil und deinem Erfahrungslevel passt. Diese Fragen helfen dir dabei, deine Adoptionsentscheidung mit einem sicheren und guten Gefühl zu treffen:

  1. Wie würden Sie die Persönlichkeit und das Energielevel dieses Tieres beschreiben? 

    Warum das wichtig ist: So erfährst du, ob das Temperament des Vierbeiners zu deinem Alltag und deinen Vorstellungen passt.

  2. Was ist über die Vorgeschichte des Tieres bekannt? 

    Warum das wichtig ist: Erkundige dich nach dem früheren Zuhause, bisherigen Erfahrungen und Gewohnheiten. Frag auch ganz gezielt nach, ob das Tier bereits stubenrein ist (bzw. das Katzenklo nutzt) und ob Hunde schon an der Leine laufen können. 

  3. Wie verhält sich das Tier gegenüber Kindern, anderen Haustieren und fremden Menschen? 

    Warum das wichtig ist: Das hilft dir einzuschätzen, wie gut sich der neue Gefährte in deine familiäre Situation und dein Umfeld einfügen wird. 

  4. Gibt es bekannte gesundheitliche oder verhaltensbezogene Besonderheiten, die ich kennen sollte? 

    Warum das wichtig ist: Frag nach Vorerkrankungen, Medikamenten, Ängsten, Unsicherheiten, speziellem Trainingsbedarf oder Verhaltensweisen, die zusätzliche Geduld und Unterstützung erfordern.

  5. In welcher Art von Zuhause würde sich dieses Tier am wohlsten fühlen? 

    Warum das wichtig ist: Die Tierheim-Mitarbeitenden können dir wertvolle Hinweise geben, welche Umgebung, welcher Tagesablauf und welches Maß an Aktivität ideal sind, damit dein Liebling richtig aufblühen kann.

Jedes Tierheim hat seine eigene Herangehensweise bei der Einschätzung von Verhalten. Viele setzen dabei auf gezielte Beobachtungen durch geschultes Fachpersonal, um Persönlichkeit, Temperament und individuelle Bedürfnisse eines Tieres genau zu verstehen. Dazu gehört meist zu beobachten, wie der Schützling auf Menschen und Artgenossen reagiert oder wie er mit neuen Umgebungen und alltäglichen Situationen umgeht.

Diese Einschätzungen helfen den Tierheim-Teams dabei, das Energielevel, persönliche Vorlieben und eventuelle Besonderheiten eines Tieres herauszufinden. Das oberste Ziel ist immer: Für jedes Tier genau das Zuhause und den Lebensstil zu finden, wo es sich rundum wohlfühlen und aufblühen kann.

Bedenke dabei immer, dass der Tierheimalltag für manche Tiere sehr stressig sein kann und sich einige Vierbeiner im ruhigen, heimischen Umfeld ganz anders verhalten, sobald sie erst einmal angekommen sind. Frag das Tierheim am besten direkt, wie das Verhalten vor Ort eingeschätzt wurde, was über den Charakter deines Wunschtieres bekannt ist und welche Unterstützung dir auch nach der Adoption zur Verfügung steht.

Eine echte Bindung aufzubauen braucht Zeit – und jedes Tierheim hat seine ganz eigenen Wege, um potenzielle neue Mensch-Tier-Teams miteinander bekannt zu machen. Die Wahl deines neuen Begleiters ist eine Herzensentscheidung, die wohlüberlegt sein will: Informiere dich daher vorab gut und stelle dem Tierheim möglichst schon im Vorfeld deine Fragen. Manche Tierheime empfehlen, vor der endgültigen Vermittlung mehrere Besuche einzuplanen – etwa für gemeinsame Gassirunden oder ruhige Momente im Gehege. Ein geduldiges Kennenlernen gibt dir ein viel klareres Bild von all den liebenswerten Eigenheiten deines Schützlings und hilft dir dabei, eine verantwortungsvolle Entscheidung ganz ohne Druck zu treffen.

Mache dir vor deinem ersten Besuch im Tierheim in Ruhe Gedanken darüber, was du einem Tier realistisch bieten kannst – vor allem mit Blick auf Zeit, Wohnraum, Beschäftigung, Erziehung und eine dauerhafte tierärztliche Versorgung. Wirf einen ehrlichen Blick auf deinen Alltag, deinen Tagesablauf und bereits im Haushalt lebende Tiere: Welcher Vierbeiner passt mit seinem Alter, seinem Energielevel, seinem Charakter und seinen Bedürfnissen wirklich zu deinem Leben?

Es ist außerdem hilfreich, sich vorab wichtige Fragen zu Gesundheit, Vorgeschichte, Temperament, Trainingsstand und dem Verhalten gegenüber Menschen und Artgenossen zu notieren. Das erfahrene Tierheim-Team kann dir wertvolle Einblicke in das Wesen und die individuellen Eigenheiten der Tiere geben. Beziehe, wenn möglich, alle im Haushalt lebenden Personen in den Adoptionsprozess mit ein und kläre im Vorfeld ab, ob ein vorsichtiges Kennenlernen mit bereits vorhandenen Haustieren möglich ist. Nimm dir Zeit zum Beobachten, stelle deine Fragen und lerne die Bedürfnisse des Tieres genau kennen – so triffst du deine Entscheidung mit einem rundum sicheren und guten Gefühl.

Vorbereitung auf einen Blick 

  • Alltag & Umfeld analysieren: Passt dein Lebensstil, dein Zeitplan, dein Wohnraum und die Situation für eventuell vorhandene Haustiere?
  • Wunschprofil schärfen: Welche Art von Tier, welches Temperament und welches Energielevel passen am besten in dein Zuhause?
  • Fragenkatalog vorbereiten: Notiere dir Fragen zu Gesundheit, Verhalten, Charakter und Trainingsstand.
  • Familie mitnehmen: Beziehe alle Personen ein, die später bei der Pflege und Betreuung des Tieres mit anpacken.
  • Rahmenbedingungen klären: Informiere dich über den genauen Adoptionsablauf, Schutzgebühren und Begleitangebote nach der Vermittlung.
  • Geduld einplanen: Behalte immer im Hinterkopf, dass sich ein Tier im Tierheim ganz anders verhalten kann als später im sicheren, vertrauten Zuhause.

Jedes Haustier hat seine ganz individuellen Bedürfnisse – manche brauchen jedoch etwas mehr Fürsorge und Aufmerksamkeit als andere. Verantwortungsvoll zu adoptieren bedeutet auch, ehrlich auf den eigenen Alltag, die Lebensumstände und das heimische Umfeld zu schauen: Hast du wirklich die Zeit, Ruhe und Geduld, die dein Liebling braucht?

Wenn du dein Herz an einen Schützling verloren hast, der besondere Unterstützung benötigt, denke immer daran: Du bist nicht allein! Frag das Tierheim ganz offen, welche Ressourcen und Hilfestellungen es dir bieten kann – sowohl während des gesamten Kennenlernens als auch nach dem Einzug. Oft unterstützen Tierheime mit maßgeschneiderten Trainingsplänen, hilfreichen Tipps oder Empfehlungen für professionelle Verhaltensberater und Hundetrainer vor Ort, die euch gerade in den ersten gemeinsamen Wochen begleiten. Das Wichtigste ist ein offener und ehrlicher Austausch mit dem Tierheim-Team über deinen Alltag und deine Lebenssituation – so können sie dich bei allen Fragen und Bedenken optimal an die Hand nehmen.

Harmonie im Haushalt: Passt das Tier zu uns?

Ein Viertel aller Menschen mit Adoptionswunsch (25%)2 macht sich laut unserer Studie Sorgen darüber, ob das Tier wirklich in den eigenen Haushalt passt. Die eigenen Wohnverhältnisse und den Alltag ehrlich unter die Lupe zu nehmen, ist ein ganz wesentlicher Schritt für ein verantwortungsvolles Zusammenleben. Dieser Abschnitt soll dir dabei helfen, deinen Lebensstil offen zu reflektieren – damit du genau den Vierbeiner findest, der dein Zuhause perfekt ergänzt.

Woman holding her pet cat

In einer Wohnung oder einem Zuhause ohne eingezäunten Garten zu leben, schließt eine Hunde-Adoption keineswegs automatisch aus.

Ob sich ein Hund für das Leben in einer Wohnung eignet, hängt viel weniger von der Quadratmeterzahl ab als davon, ob seine Bedürfnisse nach Bewegung, geistiger Auslastung, Erziehung und sozialen Kontakten erfüllt werden. Manche großen Hunde sind mit einem gemütlichen Lebensstil vollkommen zufrieden, während so mancher kleine Hund enorm viel körperliche und mentale Beschäftigung einfordert. Die reine Körpergröße sagt also noch lange nichts darüber aus, ob das Leben in einer Wohnung harmonisch funktioniert.

Jeder Hund ist einzigartig, und manche Tierheime haben für bestimmte Schützlinge ganz spezifische Kriterien – basierend auf deren Vorgeschichte, Verhalten oder individuellem Pflegebedarf. Sprich mit dem Tierheim-Team ganz offen über deine Wohnsituation, deinen Tagesablauf und deine bisherige Erfahrung mit Hunden. Die Mitarbeitenden helfen dir dabei, genau den Vierbeiner zu finden, dessen Charakter, Energielevel und Bedürfnisse perfekt zu deinem Zuhause und deinem Alltag passen.

Viele Mieterinnen und Mieter adoptieren erfolgreich ein Haustier – wichtig ist dabei nur, alle tierbezogenen Regelungen bereits vor dem Einzug des neuen Lieblings genau zu kennen.

Prüfe vor Beginn des Adoptionsprozesses deinen Mietvertrag und die geltenden Mietregelungen oder sprich direkt mit deiner Vermietung bzw. Hausverwaltung. Kläre ab, ob es Einschränkungen bezüglich Tiergröße, Rasse oder maximaler Tieranzahl gibt und ob eventuell zusätzliche Kautionen oder Gebühren anfallen. Bitte beachte: Manche Tierheime und Tierschutzorganisationen bitten vor der Freigabe einer Adoption um eine schriftliche Vermieterbescheinigung oder den Nachweis einer tierfreundlichen Mietvereinbarung. Wenn du alle nötigen Genehmigungen vorab einholst, verläuft der Vermittlungsprozess deutlich entspannter – und du stellst von Anfang an sicher, dass dein neues Familienmitglied in ein stabiles, sicheres und dauerhaftes Zuhause einzieht.

Denk daran: Zur Miete zu wohnen ist kein Ausschlusskriterium für eine Adoption. Entscheidend ist vor allem, dass dein Zuhause rechtlich abgesichert und bestens darauf vorbereitet ist, deinen neuen Vierbeiner willkommen zu heißen.

Tierheime wünschen sich für jede Vermittlung ein echtes Happy End – und das gilt natürlich auch, wenn deine tierische Familie weiter wachsen soll! Erwähne daher am besten gleich zu Beginn des Adoptionsprozesses, dass bei dir bereits Haustiere leben.

Erkundige dich nach bisherigen Erfahrungen des Schützlings mit Hunden, Katzen oder anderen Tieren. Das Tierheim-Team kann dir gut dabei helfen einzuschätzen, ob Energielevel, Charakter und Sozialverhalten des Tieres mit anderen tierischen Mitbewohnern harmonieren.

Falls möglich, vereinbare ein ruhiges, behutsam begleitetes Kennenlernen mit deinen vorhandenen Tieren und halte dich dabei an die Empfehlungen des Tierheims. Behalte im Hinterkopf: Ein einzelnes Treffen kann noch keine hundertprozentige Garantie geben – im gemeinsamen Alltag brauchen Tiere oft einfach etwas Zeit, Geduld und Raum, um sich Schritt für Schritt aneinander zu gewöhnen.

Sprich bei deinem Tierheimbesuch ganz offen über deinen Familienalltag – einschließlich des Alters deiner Kinder und wie oft sie Zeit mit dem Tier verbringen werden. Das Tierheim-Team kann dir gezielt dabei helfen, Schützlinge zu finden, deren Charakter, Energielevel und Bedürfnisse wunderbar zum bunten Familienleben passen.

Erkundige dich nach der Vorgeschichte des Tieres, seinem Temperament, wie gern es sich anfassen lässt und ob es bereits Erfahrungen im Umgang mit Kindern gibt. Sehr aufschlussreich ist auch die Frage, wie der Vierbeiner auf Trubel, laute Geräusche oder ungewohnte Situationen reagiert – denn das gehört zum Alltag mit Kindern einfach dazu.

Behalte immer im Hinterkopf: Jedes Tier ist ein individuelles Lebewesen, und kein Tierheim kann das Verhalten im neuen Zuhause zu 100 % garantieren. Ein harmonisches Miteinander gelingt vor allem dann, wenn die Bedürfnisse des Tieres zum Familienalltag passen, die ersten Kontakte aufmerksam begleitet werden und sowohl Kinder als auch Vierbeiner von Anfang an lernen, respektvoll und achtsam miteinander umzugehen.

Dein Zuhause schon vor der Adoption tiergerecht herzurichten, sorgt für einen sicheren, entspannten und stressfreien Start ins gemeinsame Leben. Wenn die wichtigste Grundausstattung bereits bereitsteht, kannst du dich vom ersten Moment an voll und ganz darauf konzentrieren, deinem neuen Familienmitglied beim Ankommen zu helfen.

Als Orientierung hilft dir diese Checkliste vor dem Einzug, unterteilt in vier wichtige Bereiche:

Das Zuhause absichern (Pet-Proofing) 

  • Kabel & Kleinteile: Binde Stromkabel hoch und räume verschluckbare Kleinteile aus dem Weg. 
  • Gefahrenstoffe wegschließen: Bewahre Medikamente, Putzmittel und andere giftige Substanzen unerreichbar auf. 
  • Ausbruchschutz prüfen: Achte darauf, dass Türen, Fenster, Balkone, Gartenzäune und Tore wirklich ausbruch- und absturzsicher sind. 
  • Giftpflanzen & Lebensmittel verbannen: Entferne für Haustiere giftige Zimmer- und Gartenpflanzen sowie ungeeignete Lebensmittel aus der Reichweite deines Lieblings.

Einen sicheren Rückzugsort schaffen 

  • Versteckmöglichkeiten einrichten: Schaffe einen gemütlichen, geschützten Platz, an dem sich dein Vierbeiner in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen kann. 
  • Wohlfühl-Ausstattung: Statte den Bereich mit einem bequemen Bettchen, frischem Wasser, Futternäpfen und passendem Beschäftigungsspielzeug aus. 
  • Grenzen respektieren: Gib deinem Schützling jederzeit die Möglichkeit, sich dorthin zurückzuziehen, wann immer er eine Pause braucht. 

Die Grundausstattung besorgen 

  • Halsband, Geschirr und Leine 
  • Transportbox oder Autobox für den sicheren Transport 
  • Katzentoilette 
  • Kratzmöglichkeiten  
  • Klettermöglichkeiten 
  • Futter- und Wassernäpfer 
  • Körbchen / Decken / Liegeplätze
  • Spielzeug und hochwertige Belohnungshäppchen
  • Pflegeutensilien (z. B. Bürste, Krallenschere, Zeckenzange, Erste-Hilfe-Set)
  • Adressanhänger für das Halsband (ausschließlich für Hunde!)

Wichtiger Fütterungs-Tipp: Erkundige dich im Tierheim nach dem bisherigen Futter und behalte diese Ernährung in der ersten Zeit unbedingt bei. Plötzliche Futterumstellungen können gerade in der stressigen Eingewöhnungsphase schnell zu Magen-Darm-Problemen führen.

Feste Regeln im Haushalt vereinbaren

  • Liege- & Futterplätze festlegen: Klärt vorab, wo dein Tier schlafen, fressen und sich bevorzugt aufhalten soll. 
  • Gemeinsame Linie bei der Erziehung: Stellt sicher, dass alle Familienmitglieder dieselben Regeln, Rituale und Signale nutzen. 
  • Aufgaben aufteilen: Besprecht frühzeitig, wer welche Aufgaben bei Fütterung, Gassirunden/Spielen, Fellpflege und Tierarztbesuchen übernimmt.

Denk immer daran: Der Umzug in ein neues Zuhause ist ein riesiger Schritt für ein Tier. Eine ruhige Umgebung, verlässliche Abläufe und viel Geduld sind der beste Schlüssel, damit sich dein neuer Schützling schnell geborgen und sicher fühlt.

Organisatorische Tipps und Tricks

Vom ersten Tag im neuen Zuhause bis zum Einspielen fester Alltagsroutinen: Hier sind unsere praktischen Ratschläge für euer neues gemeinsames Leben.

Father and daughter with dog for adoption

Die genauen Vorgaben sind je nach Land und Wohnort unterschiedlich, doch es gibt einige wichtige bürokratische Schritte, die du zeitnah nach der Vermittlung erledigen solltest, um dein Tier optimal abzusichern und alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Bedenke nach der Adoption folgendes:

  • Mikrochip-Daten aktualisieren oder registrieren: Wenn dein Tier bereits gechippt ist, stelle sicher, dass die Daten beim jeweiligen Haustierregister (z. B. TASSO oder FINDEFIX) auf deine aktuelle Adresse und Telefonnummer laufen. Ist noch kein Chip vorhanden, sprich deine Tierarztpraxis darauf an.
  • Adoptions- und Behandlungsunterlagen gut aufbewahren: Diese Dokumente sind unverzichtbar bei der Neuanmeldung in einer Tierarztpraxis, beim Abschluss einer Tierversicherung oder für den behördlichen Halternachweis.
  • Tierarztpraxis auswählen und vorstellen: Vereinbare zeitnah nach der Ankunft einen ersten Kennenlerntermin bei einer Tierarztpraxis in deiner Nähe, um eine vertrauensvolle Basis aufzubauen und den Impf- und Gesundheitsstatus zu dokumentieren.
  • Steuerliche und behördliche Anmeldung prüfen: Informiere dich über die örtliche Hundesteuer- und Meldepflicht in deiner Gemeinde oder Stadt.
  • Tierkranken- oder Haftpflichtversicherung in Betracht ziehen: Eine frühzeitige Absicherung schützt vor unerwarteten Tierarztkosten und deckt mögliche Schäden zuverlässig ab.
  • Adressanhänger besorgen: Eine kleine Marke am Halsband mit deiner Telefonnummer bietet ein schnelles Plus an Sicherheit, falls dein Tier einmal entwischt.

Denk daran: Die Vorgaben können je nach Region und Tierheim variieren. Frage das Vermittlungsteam vor Ort am besten direkt nach notwendigen Formularen, Ummeldungen oder behördlichen Fristen.

Wir empfehlen, zeitnah nach der Ankunft einen ersten Termin in einer Tierarztpraxis deines Vertrauens zu vereinbaren. Bringe dazu alle vorhandenen Unterlagen wie Impfpass, Wurmkur-Nachweise, bisherige Krankenakten und Informationen zur aktuellen Fütterung mit.

Bereite dein Tier behutsam auf den Tierarztbesuch vor, um die Situation so stressfrei wie möglich zu gestalten: Hilfreich sind kleine Trainings-Autofahrten, eine offene Transportbox im Wohnzimmer mit Leckerlis zur positiven Verknüpfung oder das spielerische Gewöhnen an Geschirr und Leine.

Deine Tierarztpraxis und das örtliche Tierheim sind meist die besten Anlaufstellen für seriöse, professionelle Empfehlungen. Vereinbare vorab immer ein erstes Kennenlerntreffen („Meet and Greet“), um sicherzugehen, dass die Chemie zwischen Dienstleister und deinem Tier wirklich stimmt.

Ernährungsentscheidungen

Die passende Ernährung ist ein wesentlicher Schlüssel für Vitalität und Wohlbefinden. Wir haben die wichtigsten Grundlagen für dich zusammengefasst, damit du deinen Schützling in jeder Lebensphase bestmöglich ernähren kannst.

Woman playing with shelter cat

Der Einzug in ein neues Zuhause ist eine enorme Umstellung. In den ersten Tagen und Wochen ist es daher ratsam, das gewohnte Futter und die festen Fütterungszeiten aus dem Tierheim beizubehalten, um zusätzlichen Stress zu vermeiden und die Verdauung zu schonen. Sprich das Tierheim-Team einfach vorab darauf an.

Möchtest du das Futter wechseln, führe die Umstellung behutsam über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen durch, indem du das neue Futter Schritt für Schritt unter das bisherige mischst. Achte in dieser Zeit aufmerksam auf Appetit, Kotbeschaffenheit, Energielevel, Fellzustand und Körpergewicht. Welpen, Kitten, Senior-Tiere sowie sensible oder chronisch kranke Vierbeiner benötigen oft ein speziell abgestimmtes Futterkonzept. Wenn du unsicher bist, lass dich in deiner Tierarztpraxis individuell beraten.

Du bist in bester Gesellschaft: 71 % aller Adoptierenden wechseln nach dem Einzug das Futter. Wenn du dich für eine Futterumstellung entscheidest, empfiehlt sich ein schrittweiser Übergang über sieben bis zehn Tage – empfindliche Tiere brauchen mitunter etwas länger.

Gib am ersten Tag einfach einen kleinen Anteil des neuen Futters zum gewohnten Futter hinzu und erhöhe diesen Anteil täglich. An Tag 5 sollte das neue Futter bereits die Hälfte der Mahlzeit ausmachen, bis an Tag 10 die Umstellung abgeschlossen ist:

Tage 1–2: 20 % neues Futter und 80 % bisheriges Futter. 

Tage 3–4: 40 % neues Futter und 60 % bisheriges Futter. 

Tage 5–6: 60 % neues Futter und 40 % bisheriges Futter. 

Tage 7–9: 80 % neues Futter und 20 % bisheriges Futter. 

Tag 10: 100 % neues Futter.

Beobachte während der Umstellung genau Kotqualität, Appetit, Aktivität, Haut- und Fellbeschaffenheit sowie das Körpergewicht. Sollten Anzeichen von Unverträglichkeiten auftreten – wie Juckreiz, Durchfall, Erbrechen, Mattigkeit oder Futterverweigerung –, pausiere die Umstellung, gehe auf das zuletzt gut vertragene Mischungsverhältnis zurück und halte Rücksprache mit deiner Tierarztpraxis.

Welpen, Kitten, ältere Tiere oder Schützlinge mit Vorerkrankungen benötigen unter Umständen eine noch langsamere oder individuell abgestimmte Übergangsphase.

Ja, die Ernährungsbedürfnisse verändern sich im Laufe eines Tierlebens maßgeblich. Ein altersgerechtes Futter ist entscheidend für gesundes Wachstum und eine harmonische Entwicklung.

Katzen- und Hundewelpen

Junge Hunde und Katzen haben andere Nährstoffbedürfnisse als erwachsene Tiere. Sie sollten bis zum Erreichen ihrer vollen Größe mit einem vollwertigen, ausgewogenen Alleinfutter für Jungtiere ernährt werden. Wachsende Tiere benötigen ein exakt abgestimmtes Verhältnis aus Fetten, Proteinen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Vitaminen, um das Wachstum optimal zu unterstützen.

Speziell bei Hundewelpen sind das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor essenziell für den Aufbau starker Knochen und Zähne. Katzenwelpen benötigen aufgrund ihres Wachstums und hohen Spieltriebs eine besonders energiereiche Nahrung. Zudem brauchen Welpen über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten, während bei erwachsenen Katzen meist zwei Fütterungen (morgens und abends) genügen.

Der Zeitraum bis zum Auswachsen unterscheidet sich nach Tierart und Rassegröße:

  • Hunde: Sehr kleine und kleine Rassen sind oft schon mit etwa 12 Monaten ausgewachsen; große und sehr große Rassen wachsen deutlich langsamer und gelten erst mit 18 bis 24 Monaten als voll entwickelt.
  • Katzen: Die meisten Katzen stellen mit rund 12 Monaten auf Adult-Futter um, während größere Katzenrassen mitunter 18 bis 24 Monate für ihr volles Wachstum benötigen.

Eine zu frühe Umstellung auf Adult-Futter kann die Skelett- und Muskelentwicklung beeinträchtigen. Wenn du deinen jungen Schützling auf ein neues Futter umstellst, gehe ebenfalls langsam über 7 bis 10 Tage vor und behalte Appetit, Kotqualität, Vitalität, Gewicht und Körperbau im Blick. 

Bei Fragen hilft dir deine Tierarztpraxis jederzeit weiter. 

Zur Gewichtskontrolle im Wachstum: Welpen-Wachstumskurven(Öffnet ein neues Fenster), Kitten-Wachstumskurven.(Öffnet ein neues Fenster)

Die richtige Wahl treffen

Das beste Futter ist ein vollwertiges Alleinfutter, das genau auf Tierart, Lebensphase, Aktivität, Körperkondition und eventuelle gesundheitliche Besonderheiten abgestimmt ist. Bei Vorerkrankungen hilft dir deine Tierarztpraxis bei der zielgerichteten Auswahl.

Achte auf hochwertige Qualität, die den Richtlinien für vollwertige Tiernahrung entspricht. Eine beliebte Option ist die Mischfütterung: Die Kombination aus Trockenfutter (unterstützt die Zahnmechanik und liefert Energie) und Nassfutter (sorgt für Feuchtigkeitsaufnahme) vereint die Vorteile beider Futterarten. Ergänzungsfuttermittel wie Topper, Snacks, Brühen oder Suppen bringen zusätzliche Vielfalt in den Napf – sie sollten ein vollwertiges Alleinfutter jedoch lediglich ergänzen, wobei Snacks maximal 10 % des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen sollten.

Worauf du beim Lesen von Futteretiketten achten solltest:

  1. Das Versprechen „Alleinfuttermittel“ (Complete and Balanced): Achte auf diesen Begriff auf der Verpackung. Er garantiert, dass die Rezeptur alle lebensnotwendigen Nährstoffe für die tägliche Versorgung enthält.
  2. Lebensphase & Größe: Prüfe, ob die Auslobung zu deinem Tier passt. Ein Welpe im Wachstum benötigt ganz andere Nährstoffdichten als ein Senior, und eine Deutsche Dogge braucht eine andere Krokettengröße und Mineralstoffbalance als ein Chihuahua.
  3. Zusammensetzung & Nährstoffprofil: Bei einem ausgewogenen Alleinfutter sorgt die sorgfältige Kombination hochwertiger Zutaten für das optimale Nährstoffprofil. Die Deklaration gibt dir Aufschluss darüber, wie das Futter zusammengestellt ist und für welche Zielgruppe (z. B. Kitten, erwachsene Katze, Senior) es optimiert wurde.
  4. Fütterungsempfehlung beachten: Verlasse dich nicht auf das Augenmaß. Wiege die Tagesportion am besten ab und nutze die Tabelle auf der Verpackung als Richtwert. Passe die Portionen bei Bedarf an Aktivität, Körpergewicht und Rücksprache mit deiner Tierarztpraxis an.

Die richtige Portionsgröße bestimmen

Die optimale Futtermenge hängt von Tierart, Alter, Lebensphase, Größe, Aktivitätslevel, Körperbau und Gesundheitszustand ab. Die Tabelle auf der Packung bietet eine Orientierung. Teile die Tagesmenge in geregelte Mahlzeiten auf. Welpen und Kitten benötigen mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt für ihr Wachstum, während Leckerlis unter 10 % der Gesamtkalorien bleiben sollten.

Deine Tierarztpraxis unterstützt dich gerne dabei, die Portionen exakt auf das Idealgewicht deines Lieblings abzustimmen

Vorsicht bei ungeeigneten Lebensmitteln für Menschen 

Viele für uns Menschen verträgliche Lebensmittel sind für Hunde und Katzen hochgiftig! Füttere niemals Schokolade, Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Koffein, Alkohol oder mit Xylit (Birkenzucker) gesüßte Produkte. Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, kontaktiere sofort eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notruf. Achte auch im Haushalt und Garten auf giftige Zimmer- und Gartenpflanzen – besonders bei neugierigen Welpen und Jungkatzen.

Die beste Wahl hängt nicht starr vom Format ab, sondern vom Tier selbst – Lebensphase, Aktivität, Körperkondition, Gesundheitsstatus und Flüssigkeitsbedarf stehen an erster Stelle. Wichtig ist immer eine vollwertige und bedarfsdeckende Nährstoffversorgung. Trockenfutter (Kibble) ist eine beliebte und verlässliche Option, da einfach zu portionieren und hygienisch zu lagern ist.

Frisch zubereitete Rationen werden in der Regel gegart und müssen gekühlt werden. Rohfutter (BARF) ist ungekocht und kann ein Übertragungsrisiko für schädliche Keime und Krankheitserreger darstellen. Öffentliche Gesundheitsbehörden wie die US-amerikanische CDC raten von der Fütterung von Rohfleisch an Hunde und Katzen ab, da pathogene Keime wie Salmonellen oder Listerien enthalten sein können. Einfrieren, Dörren oder Gefriertrocknen kann Keime reduzieren, tötet sie jedoch nicht verlässlich ab. Trockennahrung hingegen wird im Herstellungsprozess vollständig durchgegart, und Nassfutter wird in der Dose unter hoher Hitze sterilisiert – für maximale Produktsicherheit und lange Haltbarkeit

Um mehr über die Vorteile von Trockenfutter zu erfahren, klicke hier(Öffnet ein neues Fenster).

Verhaltensfragen („Was wäre, wenn...?“)

Jeder Tierhalter begegnet im Alltag neuen Verhaltensweisen. Entdecke unsere Expertentipps, um diese Momente mit Geduld, Liebe und positiver Verstärkung zu meistern.

Volunteers at shelter event with dog for adoption

Geduld ist der Schlüssel! Dein neuer Gefährte hat eine große Lebensveränderung hinter sich und braucht Zeit zum Ankommen. In den ersten Tagen und Wochen geht es vor allem um Vertrauensaufbau. Die 3-3-3-Regel bietet eine bewährte Orientierung für die ersten drei Tage, drei Wochen und drei Monate:

Die ersten 3 Tage (Ankommen & Verarbeiten) 

Die ersten Tage im neuen Zuhause können überwältigend sein. Jedes Tier reagiert anders: Manche ziehen sich ängstlich zurück, andere erkunden sofort alles. Viele schlafen sehr viel, verkriechen sich oder fressen zunächst zögerlich. Schenke deinem Hund Ruhe, verlässliche Strukturen und lass ihn das Tempo selbst bestimmen.

Die ersten 3 Wochen (Routinen verstehen): Dein Hund fasst zunehmend Vertrauen und wird sicherer. Auch wenn noch manche Unsicherheit da ist, siehst du jetzt immer mehr von seinem wahren Charakter. Die klaren Routinen verfestigen sich langsam.

Die ersten 3 Monate (Endgültig Zuhause ankommen)

Dein Vierbeiner fühlt sich nun rundum sicher und heimisch. Das Vertrauen ist gefestigt, er kennt die täglichen Abläufe in- und auswendig. Jetzt könnt ihr gemeinsam weiter wachsen, Neues entdecken und eure Bindung vertiefen.

Jeder Schützling ist einzigartig. Manche brauchen etwas mehr Zeit, um richtig aufzublühen. Lass dein Tier das Tempo vorgeben, halte dich an feste Abläufe und freue dich über jeden kleinen Fortschritt. Zögere nicht, das Tierheim, deine Tierarztpraxis oder nach tierschutzgerechten Methoden arbeitende Trainer um Rat zu fragen, falls dein Liebling Schwierigkeiten beim Einleben hat.

Die Bindung vertiefen 

Der Aufbau einer Bindung zu deinem neu adoptierten Hund braucht Zeit, Beständigkeit und Geduld. Lass dein Tier in seinem eigenen Tempo auf dich zukommen, verbringt ruhige Zeit miteinander und achte auf seine Körpersprache sowie individuellen Vorlieben. Sanftes Spiel, belohnungsbasiertes Training und eine verlässliche Alltagsroutine helfen deinem Hund, sich sicher zu fühlen, und stärken eure Beziehung.

Denke daran, dass jedes Tier einzigartig ist und sich anders anpasst. Manche brauchen etwas mehr Zeit und Ruhe, um aufzublühen. Feiere kleine Erfolge und wende dich an dein Tierheim, deine Tierarztpraxis oder eine empfohlene professionelle Verhaltensberatung, falls du dir Sorgen um die Eingewöhnung machst.

Katzen brauchen beim Einzug vor allem eines: ein Gefühl von absoluter Sicherheit und Schutz.

Einen sicheren Raum schaffen 

  • Fenster und Wohnungstür stets geschlossen halten.
  • Begrenze das Revier in den ersten Tagen auf ein einzelnes, ruhiges Zimmer (mit Katzentoilette!) und erweitere den Bewegungsradius erst nach und nach. Das hilft deiner Katze, sich nicht von der neuen Umgebung überfordert zu fühlen.
  • Sobald sie sich im Startzimmer vollkommen sicher bewegt, darf sie schrittweise den Rest der Wohnung erkunden.
  • Mehrere gemütliche, zugluftfreie Liegeplätze an geschützten Orten sowie sichere Versteckmöglichkeiten sind essenziell. Bei Stress suchen Katzen instinktiv Rückzugsorte, um Distanz zu wahren und die Lage zu überblicken.
  • Ein seitlich gelegter Pappkarton oder eine geöffnete Transportbox bieten optimale Rückzugsnischen mit Sichtschutz, aus denen heraus die Katze die Umgebung beobachten kann.

Die Bindung aufbauen 

Der Aufbau einer Bindung zu deiner neu adoptierten Katze braucht Zeit, Beständigkeit und Geduld. Lass deine Katze in ihrem eigenen Tempo auf dich zukommen, verbringt ruhige Zeit miteinander und achte auf ihre Körpersprache sowie individuellen Vorlieben. Eine verlässliche Alltagsroutine, sanftes Spiel und positive Verstärkung helfen deiner Katze, sich sicher zu fühlen, und stärken eure Beziehung.

Denke daran, dass sich jede Katze anders anpasst. Manche leben sich schnell ein, während andere mehr Zeit brauchen, um sich wohlzufühlen. Wenn du Fragen zur Eingewöhnung oder zum Vertrauensaufbau hast, wende dich an dein Tierheim, deine Tierarztpraxis oder eine qualifizierte Verhaltensberatung.

Viele Vierbeiner müssen das Alleinsein im neuen Zuhause erst langsam lernen. Beginne mit ganz kurzen Abwesenheiten von wenigen Sekunden und verknüpfe das Alleinbleiben positiv – etwa mit einem beliebten Kauartikel, Schleckmatten oder Intelligenzspielzeug. Gestalte Abschiede und Begrüßungen ruhig, gelassen und unaufgeregt, um Sicherheit zu vermitteln.

Zeigt dein Tier ausgeprägte Trennungsangst (z. B. durch Zerstörungswut, anhaltendes Bellen/Jaulen oder großen Stress), suche dir frühzeitig Unterstützung bei deiner Tierarztpraxis oder qualifizierten Hundetrainern.

Kleine Malheure sind in der Eingewöhnungsphase völlig normal – selbst bei Tieren, die zuvor zuverlässig stubenrein waren. Eine neue Umgebung, ungewohnte Tagesabläufe, Aufregung oder Stress können alte Gewohnheiten kurzzeitig durcheinanderbringen. Mit Geduld, festen Gassizeiten (und bei Katzen mehreren Katzentoiletten) und liebevoller Belohnung bei Erfolg draußen spielt sich die Stubenreinheit meist schnell wieder ein. Treten Missgeschicke jedoch plötzlich, sehr häufig oder dauerhaft auf, kann eine organische Ursache (z. B. eine Blasenentzündung) dahinterstecken. Lass dies im Zweifel tierärztlich abklären.

Eine feste Routine, klare Haushaltsregeln und positive Verstärkung können deinem Haustier dabei helfen, sich einzuleben und zu lernen, was von ihm erwartet wird. Halte die Trainingseinheiten kurz, unterhaltsam und lohnend und konzentriere dich darauf, Vertrauen aufzubauen, während sich dein Haustier an sein neues Zuhause gewöhnt.

Eine genaue Beaufsichtigung kann dazu beitragen, die Entwicklung unerwünschter Gewohnheiten zu verhindern. Wenn du dein Haustier nicht beaufsichtigen kannst, biete ihm einen sicheren, haustiersicheren Bereich, in dem es sich entspannen und geborgen fühlen kann. Denke daran, dass jedes Haustier in seinem eigenen Tempo lernt. Geduld und Konsequenz sind daher entscheidend.

Wenn du einen Ausgangspunkt, Hilfe bei der Erstellung eines Plans für dein Haustier oder Unterstützung beim Festhalten von Fortschritten benötigst, wende dich an dein Tierheim, eine qualifizierte Fachkraft für Tierverhalten oder deine Tierarztpraxis, um eine auf die Bedürfnisse deines Haustiers zugeschnittene Beratung zu erhalten.

Verhaltensänderungen können viele Ursachen haben – von Stress über Routineänderungen bis hin zu Schmerzen oder unbemerkten Erkrankungen.

Gesundheit an erster Stelle: Lass in deiner Tierarztpraxis abklären, ob körperliche Beschwerden oder Schmerzen Auslöser des Verhaltens sind.

Die richtige Unterstützung finden: Hundetrainer helfen bei Trainingsfragen, während tierärztliche Verhaltensberater bei komplexeren Problemstellungen fundiert ansetzen.

Auf positive Verstärkung setzen: Belohne gewünschtes Verhalten mit Leckerlis, Lob oder Spiel.

In kleinen Schritten trainieren: Trainiere in kurzen Einheiten und baue neue Verhaltensmuster kleinschrittig auf.

Geduldig und beständig bleiben: Nachhaltige Verhaltensänderung braucht Zeit – besonders während des Einlebens.

Frühzeitig Rat einholen: Wenn dich ein Verhalten verunsichert, zögere nicht, frühzeitig professionelle Unterstützung hinzuzuziehen.

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Fußnoten

1. Die Methodik für die Mars Global Adoption Study 2026 findest du hier.

2. Die Methodik für die Mars Global Adoption Study 2026 findest du hier.

3. Die Methodik für die Mars Global Adoption Study 2026 findest du hier.